Prüfuantrag zur Einrichtung einer neurochirurgischen Spezialklinik im St.-Agnes-Hospital Bocholt

Kommunale Gesundheitsstrategie

Prüfantrag zur Einrichtung einer neurochirurgischen Spezialklinik im
St.-Agens-Hospital Bocholt

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Nebelo,

sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund eines Gerichtsbeschlusses ist bekannt, dass die Stroke Units,
welche nicht innerhalb von 20 Minuten eine neurochirurgische Spezialklinik
für Schlaganfallpatienten erreichen können, aus finanziellen Gründen
gefährdet sind. Die neurochirurgischen Spezialkliniken werden für drei
Prozent der Patienten mit diesem Krankheitsbild benötigt, wiegen aber umso
schwerer im Urteil. Denn ist die Verlegung in diesem Zeitkorridor bei nur
einem Patienten verfehlt, können die Krankenkassen, die gesamte Summe des
Kalenderjahres zurückfordern. Für diese Stroke Units würde dies im hohen
Millionen Euro Desaster enden und zur Schließung führen. Wobei nicht
unerwähnt bleiben darf, dass die Standorte seinerzeit von der
Landesregierung in Düsseldorf anscheinend zu gering bzw. falsch bestimmt
worden sind.

Um die Bürger der Zukunftsstadt 2020 Bocholt und die im südlichen Kreis
Borken ansässigen Bürger vor einer fatalen Unterversorgung zu schützen in
diesem wichtigen, und um Leben und Tod gehenden, medizinischem
Versorgungsfeld, beantragt die Stadtpartei (FREIE WÄHLER) die Prüfung, ob
das Bocholter St.-Agens-Hospital um eine neurochirurgische Spezialklinik zu
erweitern ist. Damit Schlaganfallpatienten, welche als Erstanlieferung nach
Bocholt eingeliefert werden vor Ort weiterbehandelt werden können, ohne eine
hausexterne Verlegung vornehmen zu müssen. Die Fachkräfte sind ferner alle
gebündelt zu erreichen und auch die im Borkener St.-Marien-Hospital
versorgte Stroke Unit hat den zeitlich geurteilten Anschluss an eine
neurochirurgische Spezialklinik. Somit wäre der westmünsterländischen
Bevölkerung ein riesiger gesundheitspolitischer Erhalt verschafft.

Eine Einbeziehung in das Projekt BOHRIS ist bei der Einrichtung und
vorherigen Prüfung sicherlich ein großer und wichtiger Vorteil. Hier ist die
kommunale Gesundheitspolitik der Zukunftsstadt Bocholt 2020 anzusiedeln und
dem Wohle aller Bürger verpflichtet, drohenden Gesundheitsmangel, auch
vorbeugend, auszumerzen.

Gleichzeitig wäre auch verhindert, dass es aus dem
Bundesgesundheitsministerium demnächst verlauten könnte, wer nicht nah genug
an einer neurochirurgische Spezialklinik angeschlossen ist, muss halt die
Stroke Unit schließen.

Wir bitten um Zustimmung unseres Prüfantrags in der nächsten Ratssitzung.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Krafczyk

Mitglied der Kreistagsfraktion UWG/Stadtpartei

stellv. Landesvorsitzender FREIE WÄHLER NRW

Dieter Hübers

Fraktionsvorsitzender Stadtpartei

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